Umbau: Kolumbariumskirche

Aktueller Stand:

Dezember 2018
Nach der Renovierung der Pfarrkirche hat sich nun ein Team gebildet, welches den Umbau der Josefkirche begleitet. Der aktuelle Stand ist im Artikel des Forums zusammengefasst:

Die katholische Kirche St. Josef in Belm prägt seit über 50 Jahren das Ortsbild. Der Kirchenneubau im damals noch selbstständigen Powe wurde erforderlich, da die Pfarrkirche die hohe Zahl der Kirchenbesucher durch den Anstieg der Einwohnerzahl nicht mehr fassen konnte. Vier Messen wurden am Sonntag dort gelesen. Deshalb hat sich die Kirchengemeinde Belm bereits Ende der 50er Jahre mit dem Neubau der Josefkirche beschäftigt. Am 17. Dezember 1966 wurde sie durch den Bischof von Osnabrück geweiht.

Inzwischen hat sich die Situation grundlegend geändert. Die Zahl der Kirchenbesucher geht stark zurück. Die Gottesdienste in der Josefkirche besuchen im Mittel 180 Gläubige bei 430 vorhandenen Sitzplätzen, zur heiligen Messe in der Pfarrkirche gehen im Mittel 100 Kirchenbesucher bei 220 vorhandenen Sitzplätzen. Mit der sinkenden Zahl der Kirchgänger wird auch bedingt durch Kirchenaustritte die Zahl der Kirchensteuerzahler weniger. Die katholische Kirchengemeinde Belm wird sich darauf einstellen müssen, wie viele andere Kirchengemeinden auch, in Zukunft mit weniger finanziellen Mitteln den Unterhalt der vorhandenen Gebäude sicherzustellen.
Parallel dazu ändert sich in der Gesellschaft der Umgang mit Sterben und Tod. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof, in einem Friedwald oder in einem Kolumbarium. Vor diesem Hintergrund ist die katholische Kirchengemeinde Belm bereits 2014 vom Bistum Osnabrück angesprochen worden, die Josefkirche in ein Kolumbarium umzuwandeln.

Diese Anfrage fiel in die Zeit, in der sich die katholische Kirchengemeinde Belm intensiv mit der Renovierung der Pfarrkirche auseinandergesetzt hat. Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben sich deshalb dafür ausgesprochen, die Beschäftigung mit dem Thema nach der Renovierung anzugehen. Die ist inzwischen fast abgeschlossen und so hat der Kirchenvorstand vor einigen Wochen einen Kolumbariumsausschuss gegründet. Neben Vertretern aus Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sind dort auch das Bistum Osnabrück und die Gemeinde Belm eng eingebunden. Zudem ist ein Informationsaustausch mit den Bestattern vor Ort, der evangelischen Kirchengemeinde und der Pfarrgemeinde Icker geplant. Dieser Kolumbariumsausschuss soll alle notwendigen Informationen zusammentragen, um eine Entscheidung über die Umgestaltung der Josefkirche in ein Kolumbarium vorzubereiten. Im ersten Schritt wurden zentrale Anforderungen an die zukünftige Nutzung zusammengestellt. Ganz entscheidend bei der Planung ist der Wunsch, die Josefkirche als Gottesdienstraum mit ca. 150 Sitzplätzen zu erhalten, so dass dort auch in Zukunft heilige Messen gefeiert werden können. Daneben soll Platz für 1500 Urnen entstehen. Mit diesen Informationen wird das Bistum Osnabrück in den nächsten Wochen eine Machbarkeitsstudie durchführen. In dieser Machbarkeitsstudie geht es darum festzustellen, ob mit diesen Rahmenbedingungen ein tragfähiges Konzept für die Umgestaltung der Josefkirche möglich ist. Sollte dies positiv ausfallen, wird anschließend ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Dieser Architektenwettbewerb sollte nach den jetzigen Planungen im 2. Quartal 2019 abgeschlossen sein. Mitte 2019 will der Kolumbariumsausschuss dem Bistum Osnabrück und der Kirchengemeinde Belm eine Entscheidungsvorlage zur Umgestaltung vorstellen. Sollten Sie Interesse an dieser Thematik haben, können Sie sich gerne in Heilig Geist in Oesede und in der Kirchengemeinde Hl. Familie in Osnabrück zwei Beispiele eines Kolumbariums ansehen. Ein Kolumbarium unterstreicht den christlichen Gedanken als Gemeinschaft der Lebenden und Toten.

26.04.2015
Beschluss vom Pfarrgemeinderat und Kichenvorstand auf dem gemeinsamen Tagungswochenende in Oesede:

Die Idee des Umbaus der Josefkirche in eine (Teil-)Kolumbariumskirche wird anvisiert.
Beim Bistum wird ein Antrag auf eine Machbarkeitsstudie gestellt.
Eine Ideensammlung für die Trauerbegleitung (Schleusenzeit) wurde durchgeführt.

Die Gemeinde hl. Familie aus Osnabrück hat einen ähnlichen Umbau seit 2009 durchgeführt. Die Ergebnisse sind auf der Gemeinde-, der Kolumbariums- und Architektenseite einzusehen. Um einen besseren Eindruck zu bekommen lohnt sich ein Besuch vor Ort.

 

Ihre Fragen – Unsere Antworten: (Fragenformular)

Frage: Weshalb brauchen wir in der Josefskirche ein Kolumbarium? Die Grabstellen auf dem Friedhof werden immer weniger.

Antwort: Eine aktuelle Analyse ergab einen Wandel in der Bestattungskultur. Hierzu möchte sich die Gemeinde Belm möglichst breit aufstellen und neben Urnengräbern auf dem Friedhof, welche immer noch einiges an Pflege erfordern, auch Kolumbariumsplätze anbieten. Wie in Zukunft mit den Flächen auf dem Friedhof verfahren wird, ist Bestandteil einer parallelen Diskussion. Weitere Gründe für einen Umbau können Sie dem oben veröffentlichten Text entnehmen.

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