Umbau: Kolumbariumskirche

Berichte zum Kolumbarium in der Presse:

Preisgericht hat entschieden, 13.08.2019, NOZ

Pläne für St. Josefkirche, 26.05.2019, NOZ

Neue Bestattungsformen in Belm und Icker, 08.06.2018, NOZ

Aktueller Stand:

Juli 2019

Die Architektenvorschläge finden Sie HIER.

Juni 2019

Am Montag (17.06.2019) fand im Haus St. Marien das Preisgericht für den Architektenwettbewerb des geplanten Umbaus der Josefkirche zu einem Teilkolumbarium statt. 18 Personen aus der Gemeinde und dem Bistum tagten einen ganzen Tag, um in drei Ausscheidungsrunden den Gewinner nach verschiedenen Kriterien zu küren. Sieben Planungsbüros haben ihre Vorschläge eingereicht:

B-Werk, Spelle Böss Architekten, Bissendorf Tilgner & Grotz, Bremen Krämer & Susok, Lingen Planungsbüro Rauck, Hannover e4 Architekten, Münster Andreas Rowold, Hamburg

Der Vorschlag vom B-Werk aus Spelle setzte sich gegen die Mitbewerber durch. Platz zwei und drei belegten die Vorschläge von Krämer & Susok und Andreas Rowold. Alle Vorschläge zeichneten sich durch eine hohe Qualität aus.

Sie können sich alle Wettbewerbsarbeiten vom 30.06. – 14.07.2019 jeweils nach den Gottesdienstzeiten anschauen. Bei Bedarf kann eine Sonderöffnung der Kirche im Pfarrbüro angefragt werden. In ein paar Tagen sollen die Vorschläge auch hier digital ausgestellt werden, sodass Sie die Vorschläge mit mehr Ruhe analysieren können.

Im weiteren werden jetzt der Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand über das weitere Vorgehen entscheiden und mit dem Bistum ein weiteres Vorgehen verabreden. Hierzu zählt eine Entwurfsplanung, die eine exakte Kostenaufstellung beinhaltet.

Wir bedanken uns bei den Architekturbüros für die tollen Vorschläge und freuen uns auf das weitere Vorgehen.

Auszug aus dem Pfarranzeiger vom 23.06.2019:

Am vergangenen Montag hat das sogenannte Preisgericht getagt, um über ein mögliches Kolumbarium in der St. Josef- Kirche zu entscheiden. Sieben Architektenentwürfe waren eingereicht worden und mussten bewertet werden. Dazu gab es eine Fachjury, bestehend aus 5 Baufachleuten verschiedener Bistümer, eine Sachjury mit 5 Gremienmitgliedern unserer Kirchengemeinde sowie beratende Stimmen aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Umfeld unseres Ortes. Nach langen, intensiven und sehr interessanten Diskussionen fiel die Entscheidung für den Entwurf des Architektenbüros B-Werk aus Spelle (Emsland). Auf die ersten drei Entwürfe entfällt ein gestaffeltes Preisgeld. Der gesamte Prozess stand unter Federführung des Bistums und wird weiterhin von ihm begleitet. Alle sieben Entwürfe werden jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. […] Seien Sie herzlich eingeladen, sich ein Bild zu machen von einer möglichen zukünftigen Nutzung und Gestaltung unserer Kirche. Diskutieren Sie gerne mit, lassen Sie die Vorschläge auf sich wirken, fragen Sie nach, ergänzen Sie oder machen Anregungen. Versuchen wir, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen gestalterischen Weg zum Wohle der Gemeinde zu finden. In einem nächsten Schritt wird der Kirchenvorstand als Rechtsträger unserer Gemeinde im Zusammenspiel mit dem Bistum darüber entscheiden, ob es zu einer solchen Umgestaltung kommt und mit welchem Architektenentwurf wir arbeiten werden. Danach ergeben sich Zeitabläufe, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststehen. Wir stehen in einer Zeit starker gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderung. Jeder spürt das im eigenen Lebensumfeld. Wenn wir unsere Kirche räumlich- gebäudetechnisch verändern, dann ist das exemplarisch Ausdruck dafür. Wir müssen uns jetzt dieser Entwicklung stellen und sie gestalten, damit wir nicht ins Hintertreffen geraten und von einem ungestalteten Wandel überrollt werden. Mit Blick auf Jesus Christus dürfen wir zuversichtlich sein. Er hat sich immer wieder neuen Einsichten und Erkenntnissen gestellt und sein Leben darauf abgestimmt. Selbst seiner Todesgewissheit konnte er mit dem Vertrauen begegnen, er werde „am dritten Tag … auferstehen.“ (Lk 9,22). Bleiben wir in allem mutig, hoffnungsvoll und gelassen! Pastor Arnold Kuiter

Dezember 2018 Nach der Renovierung der Pfarrkirche hat sich nun ein Team gebildet, welches den Umbau der Josefkirche begleitet. Der aktuelle Stand ist im Artikel des Forums zusammengefasst:

Die katholische Kirche St. Josef in Belm prägt seit über 50 Jahren das Ortsbild. Der Kirchenneubau im damals noch selbstständigen Powe wurde erforderlich, da die Pfarrkirche die hohe Zahl der Kirchenbesucher durch den Anstieg der Einwohnerzahl nicht mehr fassen konnte. Vier Messen wurden am Sonntag dort gelesen. Deshalb hat sich die Kirchengemeinde Belm bereits Ende der 50er Jahre mit dem Neubau der Josefkirche beschäftigt. Am 17. Dezember 1966 wurde sie durch den Bischof von Osnabrück geweiht.

Inzwischen hat sich die Situation grundlegend geändert. Die Zahl der Kirchenbesucher geht stark zurück. Die Gottesdienste in der Josefkirche besuchen im Mittel 180 Gläubige bei 430 vorhandenen Sitzplätzen, zur heiligen Messe in der Pfarrkirche gehen im Mittel 100 Kirchenbesucher bei 220 vorhandenen Sitzplätzen. Mit der sinkenden Zahl der Kirchgänger wird auch bedingt durch Kirchenaustritte die Zahl der Kirchensteuerzahler weniger. Die katholische Kirchengemeinde Belm wird sich darauf einstellen müssen, wie viele andere Kirchengemeinden auch, in Zukunft mit weniger finanziellen Mitteln den Unterhalt der vorhandenen Gebäude sicherzustellen. Parallel dazu ändert sich in der Gesellschaft der Umgang mit Sterben und Tod. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof, in einem Friedwald oder in einem Kolumbarium. Vor diesem Hintergrund ist die katholische Kirchengemeinde Belm bereits 2014 vom Bistum Osnabrück angesprochen worden, die Josefkirche in ein Kolumbarium umzuwandeln.

Diese Anfrage fiel in die Zeit, in der sich die katholische Kirchengemeinde Belm intensiv mit der Renovierung der Pfarrkirche auseinandergesetzt hat. Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben sich deshalb dafür ausgesprochen, die Beschäftigung mit dem Thema nach der Renovierung anzugehen. Die ist inzwischen fast abgeschlossen und so hat der Kirchenvorstand vor einigen Wochen einen Kolumbariumsausschuss gegründet. Neben Vertretern aus Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sind dort auch das Bistum Osnabrück und die Gemeinde Belm eng eingebunden. Zudem ist ein Informationsaustausch mit den Bestattern vor Ort, der evangelischen Kirchengemeinde und der Pfarrgemeinde Icker geplant. Dieser Kolumbariumsausschuss soll alle notwendigen Informationen zusammentragen, um eine Entscheidung über die Umgestaltung der Josefkirche in ein Kolumbarium vorzubereiten. Im ersten Schritt wurden zentrale Anforderungen an die zukünftige Nutzung zusammengestellt. Ganz entscheidend bei der Planung ist der Wunsch, die Josefkirche als Gottesdienstraum mit ca. 150 Sitzplätzen zu erhalten, so dass dort auch in Zukunft heilige Messen gefeiert werden können. Daneben soll Platz für 1500 Urnen entstehen. Mit diesen Informationen wird das Bistum Osnabrück in den nächsten Wochen eine Machbarkeitsstudie durchführen. In dieser Machbarkeitsstudie geht es darum festzustellen, ob mit diesen Rahmenbedingungen ein tragfähiges Konzept für die Umgestaltung der Josefkirche möglich ist. Sollte dies positiv ausfallen, wird anschließend ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Dieser Architektenwettbewerb sollte nach den jetzigen Planungen im 2. Quartal 2019 abgeschlossen sein. Mitte 2019 will der Kolumbariumsausschuss dem Bistum Osnabrück und der Kirchengemeinde Belm eine Entscheidungsvorlage zur Umgestaltung vorstellen. Sollten Sie Interesse an dieser Thematik haben, können Sie sich gerne in Heilig Geist in Oesede und in der Kirchengemeinde Hl. Familie in Osnabrück zwei Beispiele eines Kolumbariums ansehen. Ein Kolumbarium unterstreicht den christlichen Gedanken als Gemeinschaft der Lebenden und Toten.

26.04.2015 Beschluss vom Pfarrgemeinderat und Kichenvorstand auf dem gemeinsamen Tagungswochenende in Oesede:

Die Idee des Umbaus der Josefkirche in eine (Teil-)Kolumbariumskirche wird anvisiert. Beim Bistum wird ein Antrag auf eine Machbarkeitsstudie gestellt. Eine Ideensammlung für die Trauerbegleitung (Schleusenzeit) wurde durchgeführt.

Die Gemeinde hl. Familie aus Osnabrück hat einen ähnlichen Umbau seit 2009 durchgeführt. Die Ergebnisse sind auf der Gemeinde-, der Kolumbariums- und Architektenseite einzusehen. Um einen besseren Eindruck zu bekommen lohnt sich ein Besuch vor Ort.

 

Ihre Fragen – Unsere Antworten: (Fragenformular)

Frage: Weshalb brauchen wir in der Josefskirche ein Kolumbarium? Die Grabstellen auf dem Friedhof werden immer weniger.

Antwort: Eine aktuelle Analyse ergab einen Wandel in der Bestattungskultur. Hierzu möchte sich die Gemeinde Belm möglichst breit aufstellen und neben Urnengräbern auf dem Friedhof, welche immer noch einiges an Pflege erfordern, auch Kolumbariumsplätze anbieten. Wie in Zukunft mit den Flächen auf dem Friedhof verfahren wird, ist Bestandteil einer parallelen Diskussion. Weitere Gründe für einen Umbau können Sie dem oben veröffentlichten Text entnehmen.

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