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Umbau: Kolumbariumskirche

Berichte zum Kolumbarium in der Presse:

Preisgericht hat entschieden, 13.08.2019, NOZ

Pläne für St. Josefkirche, 26.05.2019, NOZ

Neue Bestattungsformen in Belm und Icker, 08.06.2018, NOZ

Aktueller Stand:

07.06.2021 (Fotos Stefan Glindkamp): Das Kreuz ist abgenommen und beim Kunstschmied, um die mögliche Umgestaltung in eine Abdeckung für das Ewige Grab im Turm abzuklären. Die Bohrungen für Versorgungsleitungen der Funktionsräume am Kirchraumeingang sind gebohrt und Teile der neuen Wände gemauert. Ein Ausschnitt in den Orgelboden für eine neue Treppe ist angefertigt. Die Außenwand für das neue bodentiefe Fenster des Besprechungsraumes ist entfernt. Ein Durchbruch als neue Tür zur Sakristei ist geschaffen und die alten Druchbrüche (Beichtstühle) sind vermauert. Erste Fundamente für die Urnenwände und Holzsteelen sind gegossen und die ersten Leerrohre für neue Versorgungsleitungen sind gelegt.

 

 

 

 

 

31.05.2021 (Fotos Ulrich Tönnies): Baudokumentation Mai

22.05.2021 (Fotos Stefan Glindkamp): Der Altar mit Podest und der Fußboden sind entfernt. Die Durchbrüche zu den Nebenräumen und die Einschnitte in dem Boden für die Holzstelen sind geschaffen. Die Wände des Zwischenbaus sind entfernt. Die neuere Sakristeitür ist gut verpackt. Finden Sie die Luftschächte der Heizung?

 

 

 

03.05.2021: Die Baufirmen rollen an:

 

02.05.2021: Die Bänke und alle Möbel sind raus und die Orgel ist sicher verpackt.

Aus dem Pfarranzeiger (24.04.2021): Baubeginn steht bevor

Zu Weihnachten haben wir über den Stand der Planungen sowie das baulich-gestalterische Gesamtkonzept der Umgestaltung der Josefkirche in eine Kirche mit Kolumbarium berichtet. Am 11.04.2021 haben wir uns für ein Jahr von der Kirche verabschiedet. Die Baumaßnahmen sollen am 03.05.201 beginnen. Im Februar und März 2021 wurden ca. 70 % aller Gewerke ausgeschrieben. Für wesentliche Gewerke wie Rohbau, Urnenwände, Bodenbelags- und Estricharbeiten, Sanitär- und Trockenbauarbeiten sowie Tischler- und Zimmereiarbeiten wurden die Aufträge erteilt. Weitere Auftragsvergaben zu Gewerken wie Elektroinstallation und Akustik stehen in nächster Zeit noch an. Mit Stand 10.04.2021 konnten wir feststellen, dass wir uns in dem vom Kirchenvorstand beschlossenen Kostenrahmen bewegen. Unser Ziel ist bei der Vorbereitung der Umbauarbeiten Kosten durch Eigenleistungen einzusparen, so z. B. durch Auslagerung des bestehenden Mobiliars, der Prinzipalien (Altar, Ambo, Taufbrunnen, Tabernakel und Sedilien) oder aber der Holzfußböden und der Beichtstühle. Diese Arbeiten begannen nach dem Abschiedsgottesdienstes und dauern bis zum 03. Mai, dem eigentlichen Baubeginn, an. Teile des Inventars werden künftig an anderer Stelle weiterverwendet. So gehen z. B. die Kirchenbänke der beiden Mittelschiffe in die Kirchengemeinde St. Marien in Marhorst (bei Twistringen). Zwei weitere Bänke finden in Icker Verwendung. Die übrigen Bänke werden gegen eine Spende abgegeben, sie werden im Rahmen einer Baumaßnahme weiterverarbeitet. Der Taufbrunnen wird künftig im Eingangsbereich der Josefkirche aufgestellt, ähnlich wie in der Pfarrkirche. Das Altarkreuz wird bekanntlich an zentraler Stelle im Turm zum „Ewigen Grab“ umgestaltet. Für Ambo, Tabernakel und Altar gibt es noch keine Verwendung, diese werden zunächst ausgelagert, über eine weitere Nutzung ist noch nicht entschieden. Die Bücherei zieht in den Kaminraum unseres Pfarrheimes um. Damit ist die künftige Nutzung im Kernbereich der Gemeinde von Pfarrkirche und Pfarrheim weiter gut positioniert. Die Sakristei wird verkleinert. Dort wird ein Büroraum für die Verwaltung des Kolumbariums eingerichtet. Es wird zwei Besprechungsräume geben. Das jetzige Beichtzimmer steht dann z. B. für Trauergespräche und auch weiterhin für Beichten zur Verfügung. Größere Gruppen finden Platz in der ehemaligen Bibliothek. Zudem werden die sanitä ren Anlagen erneuert und im Eingangsbereich der Kirche um ein barrierefreies WC ergänzt. Die Wände unter der Empore werden neugestaltet, die bisherigen Glastüren entfallen. An der Seite der Marienkapelle wird ein Fürbittbuch und an der WC-Seite das vorgesehene Info-Tablet und die Ablage für Kerzen untergebracht. Wie schon berichtet, sind sechs Kolumbariumshöfe vorgesehen. Diese Höfe sind inzwischen benannt wor-den. Dies dient einerseits der Orientierung, andererseits wird ein biblischer Bezug hergestellt.

Hof 1 – Jericho:
mehrfach im alten und neuen Testament erwähnt, z. B. „Ankunft der Israeliten im gelobten Land“, „Barm-herziger Samariter“ oder „Blinder Bettler Bartimäus“

Hof 2 – Kafarnaum:
Wohn- und Wirkungsort Jesu, Lehre in der Synagoge, Heilung der Schwiegermutter des Simon, Hauptmann von Kafarnaum

Hof 3 – Nain:
Erweckung des Jünglings von Nain, des Sohnes einer Witwe

Hof 4 – Betanien:
Auferweckung des Lazarus, Bruder der Marta und der Maria und Freund Jesu

Hof 5 – Emmaus:
Ort, an dem den Jüngern durch das Gespräch und durch Brechen des Brotes bei der Eucharistie die Augen für das Auferstehungsgeschehen geöffnet wird

Hof 6 – Getsemani:
Ort des Gebetes nach dem Abendmahl und der Angst Jesu

Diese Namen werden in den einzelnen Höfen gut sichtbar angebracht, zudem erfolgt über das Info-Tablet im Eingangsbereich die Möglichkeit der Orientierung.

Der weitere Zeitplan: Über den Sommer wird in verschiedenen Gremien zudem an einer Hausordnung, einer Satzung und einem Betriebskonzept gearbeitet. Der Bauzeitenplan sieht eine Fertigstellung aller Umbauarbeiten bis Ende Februar 2022 vor, die Einweihung ist für etwa Ende März 2022 geplant. Ab Ostern 2022 können der umgestaltete Feierraum und das Kolumbarium ihrer neuen Bestimmung nach genutzt werden.

 

April 2021: Ausräumen mit ehrenamtlichen Helfern (Fotos: Ulrich Tönnies und Stefan Glindkamp)

Direkt nach dem Abschiedsgottesdienst begann das Ausräumen und der Rückbau durch viele ehrenamtliche Helfer. Nach dem Entfernen aller losen Gegenstände wurden die Bänke der beiden mittleren Kirchenschiffe von der Kirchengemeinde Marhorst abgeholt. Die Bücherei ist in den Kaminraum im Pfarrheim umgezogen. Einbauten, wie die Beichtstühle, wurden ausgebaut und entsorgt.

November 2020

In der Weihnachtsausgabe 2019 unseres Pfarranzeigers wurde zuletzt über die Pläne berichtet, Teile der Josefkirche in ein Kolumbarium zu überführen. Seitdem ist viel passiert, so dass es wieder Zeit ist, über den Fortschritt zu berichten. Der Kolumbariumsausschuss fasst hier die Beweggründe, die Überlegungen und den aktuellen Stand der Planungen zusammen.

Die Sarg- oder Erdbestattung war lange die vorherrschende Praxis in der katholischen Kirche und hat das kulturelle Gefühl bestimmt. Seit 1983 ist auch Katholiken die Beisetzung in Urnen auf Friedhöfen oder in Kolumbarien offiziell erlaubt. Ausgehend von den größeren Städten, wo die Praxis der Urnenbestattung schon länger weit verbreitet ist, hat diese Beerdigungsform mittlerweile „das Land“ erreicht. Urnenfelder auf den Friedhöfen geben davon Zeugnis.

Durch die Urnenbeisetzung hat vor allem die katholische Bestattungskultur ein neues Vorzeichen bekommen. Sehr praktische Fragen wie z. B. die nach der Grabpflege haben diese Tendenz beschleunigt. Seit einigen Jahren werden zu groß gewordene Gemeindekirchen in Kolumbariumskirchen umgestaltet, z. B. die Kirchen der Gemeinde Heilige Familie am Schölerberg oder die Kirche Heilig Geist in Oesede.

Die Idee, die Josefkirche anders zu nutzen, entstand vor dem Hintergrund, dass in der Kirche seit vielen Jahren große Veränderungen stattfinden, die ein Nachdenken auch über die Kirchen in unserer Gemeinde notwendig machten. Mit der Sanierung und Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius im alten Belmer Ortskern ist eine zukunftsfähige Kirche entstanden, die als Hauptkirche neue Bedeutung bekommen hat.

Die St. Josef-Kirche musste als zweiter Kirchenstandort allein schon wegen ihrer enormen Größe – der Innenraum bietet 500 Gläubigen Platz – neu bedacht werden. Mit dem Vorschlag des Bistums zur Umgestaltung in eine Kolumbariumskirche, wurde hier der Weg bereitet, den Standort der Josefkirche langfristig zu sichern und zu erhalten. Der Architektenwettbewerb zur Umgestaltung wurde im Juni 2019 abgeschlossen. Sieger des Wettbewerbs wurde der Entwurf der Architekten Stephanie Löning und Jürgen Schwegmann des Büros B-Werk aus Spelle, dem nachfolgend der Auftrag zur weiteren Planung erteilt wurde.

Dabei stand bei allen Beteiligten zunächst die Finanzierbarkeit im Vordergrund. Im ersten Schritt wurde deshalb von den Architekten die Entwurfsplanung einschließlich Kostenberechnung durchgeführt. Sie ermittelten Realisierungskosten von rd. 1,6 Mio. € für das Gesamtvorhaben. Das war die Basis für die Finanzierungsplanung von Bistum und Kirchengemeinde. Nach mehreren Beratungsterminen stand die Finanzierung im Januar 2020. Die besprochene Terminplanung konnte aber wegen der Corona-Pandemie nicht gehalten werden. Erst im Sommer kam wieder Dynamik in den Prozess. Nach einstimmigem Beschluss des Kirchvorstandes im Juli 2020 zur Realisierung des Umbaus wurde der Bauantrag gestellt. Und die Baugenehmigung wurde dann am 01.09.2020 erteilt. Damit war ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Eine daraufhin im November angesetzte Versammlung zur Information der Gemeinde musste leider wegen der akuellen Pandemiesituation ausfallen und soll möglichst im Januar 2021 nachgeholt werden.

Die neue Gestaltung

Die Architekten vom B-Werk ließen sich bei ihrem Entwurf von dem Leitgedanken inspirieren, der schon beim Bau der Kirche im Jahr 1965 verfolgt wurde: „Das Zelt Gottes unter den Menschen“. Umzusetzen war auch der ausdrückliche Wunsch der Kirchengemeinde, die Kirche weiter für Gottesdienste und Tauffeiern offenzuhalten.

Äußerlich wird die Kirche ihr jetziges Erscheinungsbild beibehalten. Der Grundriss des Gebäudes und die Außenwände bleiben unverändert. So entsteht ein Raum für das Leben und den Tod unter einem Dach. Im Mittelpunkt bleibt ein Feierraum für die Gemeinde.

Senkrechte, 5 m hohe Stelen sowie Dielen am Boden – beides aus Weißtanne – schaffen einen Raum im Raum. Die Holzstelen grenzen dezent und halbtransparent den Feierraum von den links und rechts angeordneten Kolumbarien ab. Licht kann in allen Bereichen durch die Stelen fallen. Das gleiche Holz findet sich auch in den Sitzbänken, dem Altar und Ambo wieder. Die weiße Altarrückwand wird mit einer großen Holztafel belegt, welche einen Kreuzausschnitt erhält. Das Kreuz wird goldfarbig hinterlegt, als Zeichen der Auferstehung.

Sechs Höfe hat das eigentliche Kolumbarium. Die Urnenwände bestehen aus eingefärbten Betonfertigteilen, die handwerklich „Stein auf Stein“ zusammengesetzt werden. Die Kirchenaußenwände erhalten einen betonfarbigen Anstrich. Der Boden wird mit einem Sichtanstrich belegt, der im Kontrast zum Holzboden des Feierraumes steht. Akzentuierte Beleuchtung sowie Sitzmöglichkeiten geben den einzelnen Kolumbarien-Höfen eine würdige und besinnliche Stimmung, die ein ungestörtes Gedenken und gelebte Trauer zulässt. Die zurückgesetzten Grabplatten der einzelnen Grabkammern ermöglichen die Ablage von Blumen und Kerzen. Insgesamt sollen 1.400 Urnenfächer gebaut werden.

Im Kirchenraum finden künftig die Trauerfeiern und Requiems – auf Wunsch auch mit Sarg – statt. Er wird aber auch weiterhin als regulärer Gottesdienstraum genutzt. Durch den Bau des Kolumbariums verringert sich die Zahl der Sitzplätze im Kirchenraum auf etwa 150. Aus dem jetzigen Marienaltar wird ein kleiner Andachtsraum mit einer Pieta, der zum Gebet vor der trauernden Muttergottes einlädt.

Unter der Orgelempore werden neue Nebenräume eingerichtet. Hier finden ein kleiner Gesprächsraum, ein Besucher-WC und ein Stauraum für Kerzen und Vasen Platz. Für letztere wird es auch Regale geben, denn es soll möglich sein, im Kolumbarium die Verstorbene mit Blumen und Lichtern zu ehren. In diesem Bereich wird auch eine neue Treppe zum Orgelboden gebaut, da die vorhandene Stahltreppe den Kolumbariumshöfen weichen muss. Die Orgel verbleibt am selben Platz.

Turm und Eingangszone erfahren eine erhebliche Aufwertung. Die Brüstungen der jetzigen Oberlichter des Verbindungsbaus werden herausgebrochen und durch eine Glasfassade ersetzt. Die vorhandenen massiven Eingangstüren bleiben an ihrem angestammten Ort.

Eine besondere Bedeutung erfährt der Turm. Hier bekommt das Ewige Aschegrab seinen Platz als Gedenk-ort. Eine Bank lädt zum Verweilen und zur Andacht ein. Nach Ablauf der Ruhezeit von 20 Jahren wird die Asche aus den Urnen hierhin endgültig überführt. Das Namensschild vom Urnengrab wird dann an den Wänden angebracht.

Der Turmraum wird zum Foyer hin geöffnet und zusammen mit diesem in das Gesamtkonzept integriert. Ein im Fußboden eingelassenes goldenes Band verknüpft den Gedenkort mit dem Kreuz im Feierraum. Es verbindet das Kreuz und den Altar über den Taufbrunnen mit dem Ewigen Grab. Es symbolisiert den Weg des Lebens von der Geburt über den Tod, hin zur Auferstehung. Das Aschegrab liegt am Eingang, der gleichzeitig Ausgang ist, am Beginn und Ende des Lebensweges, sinnbildlich für die Rückkehr zum Ursprung: Staub bist du und zum Staub kehrst Du zurück (Gen 3, 19b).

Das Ewige Grab wird als wichtiger, zentraler Ort und Andachtsraum in der künftigen Kolumbariumskirche mit dem bisher über dem Altar hängenden Triumphkreuz als Kubus besonders gestaltet. Diese Umgestaltung des Kreuzes ist Ergebnis eines intensiven Dialogs mit der Kolpingsfamilie Belm – als Stifterin des Kreuzes von 1966 – sowie der Witwe des Künstlers Rudolf Krüger.

Im kleinen Anbau wird die Sakristei verkleinert, so dass ein Platz für ein Büro entsteht. Zudem wird ein zweiter größerer Besprechungsraum entstehen.

Der Zeitplan

Das Architekturbüro B-Werk arbeitet in enger Abstimmung mit dem Kolumbariumsausschuss der Kirchengemeinde zurzeit an der Ausführungsplanung. Bald werden die Ausschreibungen veröffentlicht.

Da wegen der Corona-Gefährdung die Feier des letzten Osterfestes ausgefallen ist, wünschten sich die Gremien der Gemeinde noch einmal Ostern in der „alten“ Josefkirche zu feiern. Am 2. Sonntag der Osterzeit, 11.04.2020, soll es dann einen Verabschiedungsgottesdienst geben. Danach wird die Kirche ausgeräumt. Somit können im Mai 2021 die Umbaumaßnahmen beginnen.

Wenn alles wie geplant läuft, kann das Kolumbarium im März 2022 eröffnet werden und die ersten Urnen werden ihren Ruheplatz finden.

 

Juli 2019

Die Architektenvorschläge finden Sie HIER.

 

Juni 2019

Am Montag (17.06.2019) fand im Haus St. Marien das Preisgericht für den Architektenwettbewerb des geplanten Umbaus der Josefkirche zu einem Teilkolumbarium statt. 18 Personen aus der Gemeinde und dem Bistum tagten einen ganzen Tag, um in drei Ausscheidungsrunden den Gewinner nach verschiedenen Kriterien zu küren. Sieben Planungsbüros haben ihre Vorschläge eingereicht:

B-Werk, Spelle Böss Architekten, Bissendorf Tilgner & Grotz, Bremen Krämer & Susok, Lingen Planungsbüro Rauck, Hannover e4 Architekten, Münster Andreas Rowold, Hamburg

Der Vorschlag vom B-Werk aus Spelle setzte sich gegen die Mitbewerber durch. Platz zwei und drei belegten die Vorschläge von Krämer & Susok und Andreas Rowold. Alle Vorschläge zeichneten sich durch eine hohe Qualität aus.

Sie können sich alle Wettbewerbsarbeiten vom 30.06. – 14.07.2019 jeweils nach den Gottesdienstzeiten anschauen. Bei Bedarf kann eine Sonderöffnung der Kirche im Pfarrbüro angefragt werden. In ein paar Tagen sollen die Vorschläge auch hier digital ausgestellt werden, sodass Sie die Vorschläge mit mehr Ruhe analysieren können.

Im weiteren werden jetzt der Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand über das weitere Vorgehen entscheiden und mit dem Bistum ein weiteres Vorgehen verabreden. Hierzu zählt eine Entwurfsplanung, die eine exakte Kostenaufstellung beinhaltet.

Wir bedanken uns bei den Architekturbüros für die tollen Vorschläge und freuen uns auf das weitere Vorgehen.

Auszug aus dem Pfarranzeiger vom 23.06.2019:

Am vergangenen Montag hat das sogenannte Preisgericht getagt, um über ein mögliches Kolumbarium in der St. Josef- Kirche zu entscheiden. Sieben Architektenentwürfe waren eingereicht worden und mussten bewertet werden. Dazu gab es eine Fachjury, bestehend aus 5 Baufachleuten verschiedener Bistümer, eine Sachjury mit 5 Gremienmitgliedern unserer Kirchengemeinde sowie beratende Stimmen aus dem kirchlichen und gesellschaftlichen Umfeld unseres Ortes. Nach langen, intensiven und sehr interessanten Diskussionen fiel die Entscheidung für den Entwurf des Architektenbüros B-Werk aus Spelle (Emsland). Auf die ersten drei Entwürfe entfällt ein gestaffeltes Preisgeld. Der gesamte Prozess stand unter Federführung des Bistums und wird weiterhin von ihm begleitet. Alle sieben Entwürfe werden jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. […] Seien Sie herzlich eingeladen, sich ein Bild zu machen von einer möglichen zukünftigen Nutzung und Gestaltung unserer Kirche. Diskutieren Sie gerne mit, lassen Sie die Vorschläge auf sich wirken, fragen Sie nach, ergänzen Sie oder machen Anregungen. Versuchen wir, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen gestalterischen Weg zum Wohle der Gemeinde zu finden. In einem nächsten Schritt wird der Kirchenvorstand als Rechtsträger unserer Gemeinde im Zusammenspiel mit dem Bistum darüber entscheiden, ob es zu einer solchen Umgestaltung kommt und mit welchem Architektenentwurf wir arbeiten werden. Danach ergeben sich Zeitabläufe, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststehen. Wir stehen in einer Zeit starker gesellschaftlicher und kirchlicher Veränderung. Jeder spürt das im eigenen Lebensumfeld. Wenn wir unsere Kirche räumlich- gebäudetechnisch verändern, dann ist das exemplarisch Ausdruck dafür. Wir müssen uns jetzt dieser Entwicklung stellen und sie gestalten, damit wir nicht ins Hintertreffen geraten und von einem ungestalteten Wandel überrollt werden. Mit Blick auf Jesus Christus dürfen wir zuversichtlich sein. Er hat sich immer wieder neuen Einsichten und Erkenntnissen gestellt und sein Leben darauf abgestimmt. Selbst seiner Todesgewissheit konnte er mit dem Vertrauen begegnen, er werde „am dritten Tag … auferstehen.“ (Lk 9,22). Bleiben wir in allem mutig, hoffnungsvoll und gelassen! Pastor Arnold Kuiter

Dezember 2018 Nach der Renovierung der Pfarrkirche hat sich nun ein Team gebildet, welches den Umbau der Josefkirche begleitet. Der aktuelle Stand ist im Artikel des Forums zusammengefasst:

Die katholische Kirche St. Josef in Belm prägt seit über 50 Jahren das Ortsbild. Der Kirchenneubau im damals noch selbstständigen Powe wurde erforderlich, da die Pfarrkirche die hohe Zahl der Kirchenbesucher durch den Anstieg der Einwohnerzahl nicht mehr fassen konnte. Vier Messen wurden am Sonntag dort gelesen. Deshalb hat sich die Kirchengemeinde Belm bereits Ende der 50er Jahre mit dem Neubau der Josefkirche beschäftigt. Am 17. Dezember 1966 wurde sie durch den Bischof von Osnabrück geweiht.

Inzwischen hat sich die Situation grundlegend geändert. Die Zahl der Kirchenbesucher geht stark zurück. Die Gottesdienste in der Josefkirche besuchen im Mittel 180 Gläubige bei 430 vorhandenen Sitzplätzen, zur heiligen Messe in der Pfarrkirche gehen im Mittel 100 Kirchenbesucher bei 220 vorhandenen Sitzplätzen. Mit der sinkenden Zahl der Kirchgänger wird auch bedingt durch Kirchenaustritte die Zahl der Kirchensteuerzahler weniger. Die katholische Kirchengemeinde Belm wird sich darauf einstellen müssen, wie viele andere Kirchengemeinden auch, in Zukunft mit weniger finanziellen Mitteln den Unterhalt der vorhandenen Gebäude sicherzustellen. Parallel dazu ändert sich in der Gesellschaft der Umgang mit Sterben und Tod. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung auf dem Friedhof, in einem Friedwald oder in einem Kolumbarium. Vor diesem Hintergrund ist die katholische Kirchengemeinde Belm bereits 2014 vom Bistum Osnabrück angesprochen worden, die Josefkirche in ein Kolumbarium umzuwandeln.

Diese Anfrage fiel in die Zeit, in der sich die katholische Kirchengemeinde Belm intensiv mit der Renovierung der Pfarrkirche auseinandergesetzt hat. Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat haben sich deshalb dafür ausgesprochen, die Beschäftigung mit dem Thema nach der Renovierung anzugehen. Die ist inzwischen fast abgeschlossen und so hat der Kirchenvorstand vor einigen Wochen einen Kolumbariumsausschuss gegründet. Neben Vertretern aus Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat sind dort auch das Bistum Osnabrück und die Gemeinde Belm eng eingebunden. Zudem ist ein Informationsaustausch mit den Bestattern vor Ort, der evangelischen Kirchengemeinde und der Pfarrgemeinde Icker geplant. Dieser Kolumbariumsausschuss soll alle notwendigen Informationen zusammentragen, um eine Entscheidung über die Umgestaltung der Josefkirche in ein Kolumbarium vorzubereiten. Im ersten Schritt wurden zentrale Anforderungen an die zukünftige Nutzung zusammengestellt. Ganz entscheidend bei der Planung ist der Wunsch, die Josefkirche als Gottesdienstraum mit ca. 150 Sitzplätzen zu erhalten, so dass dort auch in Zukunft heilige Messen gefeiert werden können. Daneben soll Platz für 1500 Urnen entstehen. Mit diesen Informationen wird das Bistum Osnabrück in den nächsten Wochen eine Machbarkeitsstudie durchführen. In dieser Machbarkeitsstudie geht es darum festzustellen, ob mit diesen Rahmenbedingungen ein tragfähiges Konzept für die Umgestaltung der Josefkirche möglich ist. Sollte dies positiv ausfallen, wird anschließend ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Dieser Architektenwettbewerb sollte nach den jetzigen Planungen im 2. Quartal 2019 abgeschlossen sein. Mitte 2019 will der Kolumbariumsausschuss dem Bistum Osnabrück und der Kirchengemeinde Belm eine Entscheidungsvorlage zur Umgestaltung vorstellen. Sollten Sie Interesse an dieser Thematik haben, können Sie sich gerne in Heilig Geist in Oesede und in der Kirchengemeinde Hl. Familie in Osnabrück zwei Beispiele eines Kolumbariums ansehen. Ein Kolumbarium unterstreicht den christlichen Gedanken als Gemeinschaft der Lebenden und Toten.

26.04.2015 Beschluss vom Pfarrgemeinderat und Kichenvorstand auf dem gemeinsamen Tagungswochenende in Oesede:

Die Idee des Umbaus der Josefkirche in eine (Teil-)Kolumbariumskirche wird anvisiert. Beim Bistum wird ein Antrag auf eine Machbarkeitsstudie gestellt. Eine Ideensammlung für die Trauerbegleitung (Schleusenzeit) wurde durchgeführt.

Die Gemeinde hl. Familie aus Osnabrück hat einen ähnlichen Umbau seit 2009 durchgeführt. Die Ergebnisse sind auf der Gemeinde-, der Kolumbariums- und Architektenseite einzusehen. Um einen besseren Eindruck zu bekommen lohnt sich ein Besuch vor Ort.

 

Ihre Fragen – Unsere Antworten: (Fragenformular)

Frage: Weshalb brauchen wir in der Josefskirche ein Kolumbarium? Die Grabstellen auf dem Friedhof werden immer weniger.

Antwort: Eine aktuelle Analyse ergab einen Wandel in der Bestattungskultur. Hierzu möchte sich die Gemeinde Belm möglichst breit aufstellen und neben Urnengräbern auf dem Friedhof, welche immer noch einiges an Pflege erfordern, auch Kolumbariumsplätze anbieten. Wie in Zukunft mit den Flächen auf dem Friedhof verfahren wird, ist Bestandteil einer parallelen Diskussion. Weitere Gründe für einen Umbau können Sie dem oben veröffentlichten Text entnehmen.

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