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Baugeschichte

Die Pfarrkirche damals und heute

St.DionysiusSüdseiteDie heutige romanische Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert ist nicht die erste Kirche an dieser Stelle. Bei Grabungsarbeiten u.a. in den 1960er Jahren hat man Reste der Grundmauern eines kleineren Vorgängerbauwerks aus dem 11. Jahrhundert gefunden. Der Turm stammt wohl ebenfalls aus dieser Zeit. Dafür sprechen seine niedrige Höhe und die Tatsache, dass das Ostfenster auf der Glockenebene heute komplett unter dem Dachgewölbe verschwindet. Das Langhaus wurde nicht in einem Guss errichtet, sondern im 12. und 13. Jahrhundert abschnittsweise von Ost (Chor) nach West. Höhenunterschiede bei den Pfeilern (innen wie außen) sprechen eine deutliche Sprache.

 

 

St.DionysiusVotivtafelÄußerlich blieb die Kirche seitdem nahezu unverändert. Lediglich der Turmhelm dürfte ursprünglich anders ausgesehen haben. Der heutige stammt aus der Gotik (möglicherweise 15. Jahrhundert), ebenso wie das Maßwerkfenster in der südlichen Chorwand und der Fachwerkgiebel an der Ostseite. Hier befand sich lange ein Krüppelwalmdach, was später durch ein Satteldach ersetzt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die sog. Hausgenossentür zugemauert. Eine sechsteilige Votivtafel (siehe Bild rechts) wurde um 1960 wegen fortschreitender Verwitterung im Inneren der Kirche angebracht.

 

 

 

 

St.DionysiusAltarDer Innenraum war wesentlich größeren Veränderungen ausgesetzt, was auch an wechselnden liturgischen Bedürfnissen lag und bis heute liegt. Einige Elemente wie z.B. der Taufstein, die Kanzel, die Empore und einige Skulpturen blieben bis heute, andere wie ein Hochaltar (um 1900), ein Beichtstuhl und die alten Bänke wurden entfernt bzw. ersetzt. Bei der letzten großen Renovierung 1979/80 wurde der Altarraum mit neuem Anbau, Kreuz und Altar an die neue Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils angepasst. Wegen des Platzmangels im Eingangsbereich hat man Taufstein ebenfalls nach vorne umgestellt. Wände und Fußboden wurden erneuert.

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