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Jun 01 2016

Figuren im Gewölbe, Teil 2: Menschliche Gestalten

St.Dionysius_2016_05Von den sieben Figuren im Deckengewölbe der Kirche sind drei als Menschen zu erkennen. Da ist zunächst ein gebückter junger Mann ohne Bart mit derben Schuhen und Mantel. Er trägt um den Kopf ein Tuch, was ihn insgesamt ein wenig weiblich aussehen lässt. Er stellt eine in der romanischen Baukunst St.Dionysius_2016_05_02_alter Manngelegentlich verwendete Figur dar, die gleichzeitig die ganze Schöpfung zu tragen scheint und mit seinen freundlichen Gesichtszügen den Kirchenbesucher auf den Zugang zum Himmel nach seinem Tode verweist.

St.Dionysius_2016_05_03_junger MannIm hinteren Joch rechts und links befindet sich jeweils ein Kopf: der eines alten Mannes mit Bart, und der eines jungen Mannes ohne Bart. Es handelt sich hierbei wohl nicht um historische Figuren (z.B. Stifter, Baumeister o.ä.) sondern um eine symbolische Darstellung des Gegensatzes von Jung und Alt bzw. der Vergänglichkeit des Lebens.

Literatur

Heimatbuch Belm 1980 (I. Lindemann, S. 62 ff.)

Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2006 (F. Sprang, S. 170 ff.)

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