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Mrz 01 2016

Figuren im Gewölbe, Teil 1

Drache und Sonnenechse

Für die Deutung der verschiedenen Figuren im Gewölbe kann man das älteste Unterweisungsbuch in Sachen christlicher Symbollehre heranziehen: den Physiologus (ca. 2./3. Jahrhundert).

St.Dionysius_2016_01_Drache im GewölbeDer Drache (im mittleren Gewölbejoch) ist uns bereits aus der Bibel bekannt, z.B. aus dem Drachenkampf in der Offenbarung des Johannes. Er steht für das „Prinzip des Bösen“ und den Teufel, der als Widersacher und Versucher Christi in der Wüste auftritt. Aber auch in anderen Sagen, Märchen und Legenden taucht er immer wieder auf. Die Darstellung in der Kirche besitzt eine Art Augenschutz gegen das göttliche Licht.

 

 

 

 

 

St.Dionysius_2016_01_2_Sonnenechse im GewölbeDie zweite Figur, dem Drachen nicht unähnlich, ist laut Physiologus wohl eine Sonnenechse. Durch ihre Blickrichtung nach Osten (sie befindet sich hinter der Orgel) schaut sie auf Christus als „die aufgehende Sonne der Gerechtigkeit“. Ähnlich wie die Schlange besitzt die Echse die Fähigkeit, sich durch Häutung zu verjüngen.

 

 

 

 

 

 

Literatur:
Heimatbuch Belm 1980 (I. Lindemann, S. 62 ff.)
Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2006 (F. Sprang, S. 170 ff.)

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