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Dez 01 2015

Die Krippe

Die Krippe in der Belmer Pfarrkirche ist ein besonderes Kleinod. Zahlreiche Besucher aus der Gemeinde und aus dem Umland kommen zwischen dem 1. Advent und Mariä Lichtmess (2. Februar), um sie sich anzusehen. Wöchentlich wechseln die Szenen von der Verkündigung des Herrn über die Herbergssuche, die Geburt Christi und die Heiligen Drei Könige bis zur Flucht nach Ägypten. Immer wieder werden neue Elemente eingefügt wie z.B. ein Stadttor und eine Herberge.

Dass es diese Krippe in ihrer Form überhaupt gibt, verdanken wir einem Schwelbrand in der Kirche im Jahr 1962 und dem langjährigen Küster Wilm Rüters, der sich jedes Jahr mit viel Hingabe und Liebe zum Detail der Gestaltung der Krippe widmete. Der Brand seinerzeit vernichtete die alte und machte die Anschaffung einer neuen Krippe notwendig. Diese wurde um 1965 von Prof. Rudolf Heltzel aus Berlin geschaffen. Sie umfasst 19 Figuren aus Kunststoff, bekleidet und bis 50 cm groß. Heute kümmern sich mehrere Gemeindemitglieder um die Aufstellung und Gestaltung der Krippe.

Oliver Gervelmeyer

 

Seit einigen Jahren gestaltet Maria Rosemann in der Adventszeit jede Woche die Krippe in der Pfarrkirche St. Dionysius. Wenn Sie mit Kindern die Weihnachtsgeschichte erleben möchten, dann lohnt sich ein wöchentlicher Besuch!

An dieser Stelle möchten wir die einzelnen Stationen für Sie dokumentieren:

Station 1: Ankündigung der Geburt des Königs vom Propheten Jesaja, was König Herodes später zu der Ermordung der Erstgeborenen veranlasst:

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Die Verheißung der Geburt des göttlichen Kindes

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. […] Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt Ihn: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechigkeit, jetzt und für alle Zeiten.

aus Jesaja 9,1-6

 

Auf dem Bild: In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.

Lukas 2,8

 

Station 2: Beginn der Reise

St.Dionysius_2015_12_Krippe_15_02Die Geburt Jesu

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.

Lukas 2,1-6

 

Auf dem Bild: Der Herbergsvater

 

Station 3: Maria und Josef werden vom Herbergsvater abgewiesen

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Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, [doch in der Herberge war kein Platz für sie.]

Lukas 2,7

Auf dem Bild: Der Herbergsvater weißt das Paar ab.

 

Station 4: Nachdem sie vom Herbergsvater abgewiesen wurden machen sich Maria und Josef auf den Weg zum Stall.

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Auf dem Bild:
Maria und Josef auf dem Weg nach Betlehem in den Stall.

 

Station 5: Geburt des Jesuskindes

 

 

 

 

 

… und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.

Lukas 2,7

 

Station 6: Engel verkündet den Hirten die frohe Botschaft

 

Da trat der Engel des Herrn zu ihnen [den Hirten], und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. […] Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. […] Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ.

Lukas 2, 9-15

 

Station 7: Die Hirten bei dem Kind

 

 

 

 

 

So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.

Lukas 2, 16-18

 

Station 8: Treffen der Heiligen Drei Könige in der Stadt Davids

 

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er […]. [Er rief] die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.

Matthäus 2, 1-8

 

Station 9: Die Sterndeuter beim Jesuskind

 

Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

Matthäus 2, 9-11

 

Station 10: Die Sterndeuter machen sich auf den Heimweg

 

 

 

 

 

Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Matthäus 2, 12

 

Station 11:

 

 

 

Als die Sterndeuter wieder gegangen waren, erschien Josef im Traum ein Engel des Herrn und sagte: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und flieh nach Ägypten; […] denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten. Da stand Josef in der Nacht auf und floh mit dem Kind und dessen Mutter nach Ägypten. Dort blieb er bis zum Tod von Herodes.

Matthäus 2, 13-15

 

Hier noch einige Impressionen:

Ende Januar, zu Mariä Lichtmess, wird unsere Krippe abgebaut. Die Geschichte hat jedoch gerade erst angefangen! Lesen Sie weiter z.B. bei Matthäus 2, 16 oder Lukas 2, 21. Schauen Sie doch Ende 2017 wieder vorbei! Auf Grund der Renovierung wird die Krippe 2016 voraussichtlich leider nicht aufgebaut werden können. 2017 dann jedoch im neuen Gewand! Seien sie gespannt! Bis dahin erhalten Sie weiterhin ca. alle drei Monate eine neue alte Geschichte der Pfarrkirche. Über den Fortschritt der Umbauten werden wir Sie ebenfalls informieren.

 

Fotos: Manfred Alber, Manfred Schawe

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